Von der Haftungsbeschränkung bis zur Vertragsstrafe: Warum zahlreiche, zwischen Unternehmen übliche Vertragsregelungen unwirksam sind (und wie Sie das nutzen können)

16. bis 20. Mai 2022
täglich 18:00–19:30 Uhr

7,5 Std. nach §15 FAO

(ab 19:30 Uhr können Sie mit dem Referenten Einzelfragen erörtern)

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Platz für
20 Teilnehmer
Für
 

Fachanwälte für

- Handels- und Gesellschaftsrecht

- Bau- und Architektenrecht

- IT-Recht

- Internationales Wirtschaftsrecht

 

alle Rechtsanwälte,

die im Vertragsrecht oder der

Vertragsgestaltung tätig sind

 

Unternehmensjuristen,

Notare und Zivilrichter

Dr. Jochen Brandhoff
Rechtsanwalt und Partner
Brandhoff  Obermüller Partner

Dem AGB-Recht kommt im Wirtschaftsrecht eine enorme, oft unterschätze Bedeutung zu. Die BGH-Rechtsprechung zum AGB-Recht im unternehmerischen Geschäftsverkehr ist streng – auch bei umfassend verhandelten Verträgen mit hohem Vertragswert wie z. B. Unternehmenskaufverträgen, (Maschinen- und Anlagen)bauverträgen, Softwareentwicklungsverträgen und Lieferverträgen. Nicht nur Haftungsbeschränkungen auf einen bestimmten Prozentsatz des Entgelts sind nach ständiger BGH-Rechtsprechung unwirksam, sondern auch andere zentrale und branchenübliche Vertragsregelungen, z. B. zahlreiche Gewährleistungseinschränkungen, Garantien, Vertragsstrafen, Schadenspauschalen, Rücktrittsklauseln und Verjährungsregelungen.

Das gilt selbst dann, wenn der Notar den zwischen den Parteien verhandelten Vertrag beurkundet hat, wie das z. B. bei M&A-Verträgen regelmäßig der Fall ist.

Die wirtschaftsberatende Rechtspraxis kommt ohne vertiefte Kenntnisse des AGB-Rechts nicht mehr aus. Dieses Webinar vermittelt Ihnen diese Kenntnisse und zeigt, wie Sie in der unternehmerischen Rechtspraxis zeitgemäß mit dem AGB-Recht umgehen. Der Fokus liegt dabei ausschließlich auf dem B2B-Bereich, vor allem auf großvolumigen Verträgen.

Was Sie lernen konnten
  1. Wann Vertragsbestimmungen nach der Rechtsprechung des BGH und der Obergerichte Allgemeine Geschäftsbedingungen gem. § 305 Abs. 1. BGB sind. Darin liegt der Schwerpunkt des Webinars, denn nur wer erkennt, wann eine AGB vorliegt, kann sich vor den Rechtsfolgen des AGB-Rechts schützen und seine Vorteile nutzen.

  2. Wann eine Vertragsbestimmung unwirksam ist. Der Maßstab der Inhaltskontrolle des BGH und der Obergerichte wird unter anderem am Beispiel von Haftungsbeschränkungen dargestellt.

  3. Wie man dem Anwendungsbereich des AGB-Rechts entgehen kann und wie man die strenge AGB-rechtliche Inhaltskontrolle für sich nutzen kann.

Über den Referenten

Dr. Jochen Brandhoff hat vor 20 Jahren als Referendar bei Siemens zum ersten Mal erlebt, wie stark das AGB-Recht den unternehmerischen Rechtsverkehr beeinflusst. Daraufhin hat er das Thema seiner Dissertation geändert und über die Anwendung des AGB-Rechts auf großvolumige Verträge im B2B-Bereich promoviert. Der Austausch mit seinem Doktorvater Professor Dr. Manfred Wolf, dem vielleicht einflussreichsten Rechtswissenschaftler im AGB-Recht seit Ludwig Raiser, haben sein Verständnis des AGB-Rechts geprägt. Seitdem hat er zahlreiche mittelständische und große Unternehmen erfolgreich bei allen Fragen des AGB-Rechts im B2B-Bereich beraten und zu diesen Themen veröffentlicht.

Fachanwälten stellen wir für die Teilnahme eine qualifizierte Bescheinigung über 7,5 Fortbildungsstunden gemäß § 15 FAO zur Vorlage bei Ihrer Rechtsanwaltskammer aus.

Sie möchten, dass die Veranstaltung exklusiv für Ihre Kanzlei oder Rechtsabteilung stattfindet (als Webinar oder Seminar vor Ort)? Schreiben Sie uns!